Reich ausgestattete Kammer mit Malerei um die Mitte des 17. Jhs.

Bauernhäuser stecken voller Überraschungen und können hinter unscheinbaren Verputzfassaden unglaubliche Schätze verbergen. So gesehen diesen Februar im schaffhausischen Weinbauerndorf Oberhallau.

Bei einer Begehung für ein Kurzgutachten wurde in einem ehem. Vielzweckbauernhaus ein Raum mit Sitznischenfenstern und reicher Malerei, die in die Mitte des 17. Jahrhunderts datiert werden, wiederentdeckt. Dabei handelt es sich um aufgemalte Architektureinfassungen bestehend aus Pilastern und Voluten, die mit Blattwerk und Vögeln geschmückt sind. Sowohl auf den Binnenwänden aus Fachwerk mit Begleitmalereien als auch auf den massiven Mauerpartien finden sich zusätzlich aufgemalte Bibelzitate.

Mit was für einer Art ländlichem Gebäude haben wir es hier zu tun? Handelt es sich um ein repräsentativ ausgestattetes Wohnhaus einer begüterten Bauernfamilie? Oder aber um eine Gaststätte für Handelsreisende oder sogar Pilger, wie es heute noch mündlich für die Liegenschaft überliefert wird?